Veranstaltungen

HSG für Tierrechte

Chris­tian-Al­brech­ts-Uni­ver­si­tät zu Kiel

Für das Win­ter­se­mes­ter 2022 haben wir eine Vor­tra­gs­rei­he zum fol­genden The­ma geplant:

Mensch

Tier

Verhältnis

Cover der HSG Tierrechte Vortragsreihe November 2022

Es wer­den span­nen­de Vor­trä­ge mit Ein­blick­en, zu denen man selten die Ge­le­gen­heit bekommt.

Wir freuen uns Euch als unsere Gäst*innen begrüßen zu dürfen.

 

Geplant ist es die Vorträge vom 07.11/ 22.11 und 29.11.22 aufzuzeichnen. Ist alles gut gegangen findet Ihr, finden Sie diese auf unserem Youtube-Channel.

https://www.hsgt.de/youtube

Buchvorstellung

Marcel Sebastian

Streicheln oder Schlachten

Warum unser Verhältnis zu Tieren so kompliziert ist – und was das über uns aussagt.

Wir müssen über unser Verhältnis zu Tieren sprechen – wie uns die neuesten Erkenntnisse der Soziologie dabei helfen

Es ist kompliziert – das bringt wohl den Kern der Mensch-Tier-Beziehungen auf den Punkt. Während sich der Wert von Rind, Schwein und Co. meist in Kilogrammpreisen misst, sind Haustiere geliebte Familienmitglieder und durch nichts aufzuwiegen: Die einen sind für uns Jemand, die anderen Etwas.

Immer mehr Menschen suchen nach dem »richtigen« Umgang mit Tieren, doch das ist gar nicht so einfach. Wie kommt es, dass wir manche Tiere streicheln, andere aber schlachten? Und warum stellen wir diese ungleiche Behandlung in den letzten Jahren immer mehr infrage? Welche Abhängigkeiten von der Tierwelt führen uns Zoonosen wie Covid heute vor Augen?

Basierend auf seiner Forschung erklärt der Experte für Mensch-Tier-Beziehungen Marcel Sebastian, welche historischen, soziologischen und kulturellen Erklärungen es für unser ambivalentes Verhältnis zu unseren Mitlebewesen gibt. Das ist ebenso unterhaltsam wie informativ und hilft garantiert, den eigenen Standpunkt neu zu hinterfragen.

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Wie Schla­ch­ter mit dem Tö­ten von Tier­en um­ge­hen.
Das Schla­ch­ten von Tier­en ist für die meis­ten Men­sch­en eine emo­tio­nal her­aus­for­der­nde Auf­gabe, aber Schlacht­hof­arbei­ter*­innen müs­sen in der Lage sein, diese Arbeit täg­lich zu ver­rich­ten. Keine ne­ga­tiv­en Emo­tio­nen wie Schuld­ge­fühle, Mitleid oder Bedauern zu empfinden, ist eine Arbeitsanforderung im Sch­lacht­hof. Der Vor­trag geht der Frage nach, wie Schlacht­hof­mit­ar­bei­ter mit Emo­tio­nen bei der Schlach­tung von Tie­ren um­ge­hen.
04.No­vem­ber 2022
Einlass: 18:15
18:30
-
20:30
Dr.
Marcel
Sebastian
Veranstaltungsort:
CAP2 'Audimax' | Hörsaal C - CAU Kiel
Christian-Albrechts-Platz 2
24108 Kiel
Die Le­gi­ti­mi­tät der in­dus­tri­el­len Nutz­ung von Tieren
Obwohl sich fol­gen­schwere öko­log­ische, tier­ethi­sche und auch human-phy­sio­log­ische Aus­wirk­ung­en aus dem Flei­sch­kon­sum sowie der -pro­duk­tion er­ge­ben, werden Tiere noch immer in­dus­tri­ell genutzt und der land­wirt­schaft­liche In­dus­trie­zweig ob­en­drein im Rah­men der EU-Agrar­för­der­ung fin­anziell unter­stützt. Diese Sach­lage zeigt, dass eine Dis­kre­panz zwischen em­pir­isch-ana­lyt­isch ge­won­nen Er­ken­nt­nis­sen hin­sicht­lich der Ne­ga­tiv­fol­gen und der gegenw­ärtigen vor­herr­schen­den Praxis der indus­triel­len Nutz­ung von Tie­ren be­steht und damit zu­glei­ch ein dia­met­ral­er Ge­gen­satz zwischen der Be­für­wor­tung und Ver­fol­gung dieser und der Ge­mein­wohl­orien­tier­ung vorliegt.
07. No­vem­ber 2022
Einlass: 18:15
18:30
-
20:30
Master of Arts
Yvonne
Hallmann
Veranstaltungsort:
CAP3 | Hörsaal 3 - CAU Kiel
Christian-Albrechts-Platz 3
24108 Kiel
Du bist, was du isst – Veganismus als distinktive Lebensweise.
Jeder Mensch muss essen. Ohne den Konsum von Lebensmitteln wäre ein Überleben nicht möglich. Das macht die Ernährung – unabhängig davon, ob sich eine Person aktiv mit ihr auseinandersetzt oder nicht – zu einem der zentralsten Elemente im Leben sowie in der Gesellschaft. Bei der Untersuchung von gesellschaftlichen Phänomenen, bei denen es um Essgewohnheiten und Lebensstile geht, die auf diesen basieren, muss berücksichtigt werden, dass die Nahrungsauswahl mit sozialen Regeln und Bedeutungen korreliert, denn mit ihr drücken wir kontinuierlich Beziehungen zu uns selbst sowie zu anderen Personen und zu unserer Umwelt aus. Vegan zu leben kann als symbolisches Handeln gesehen werden, durch dessen Einfluss auf die Gesellschaft das gemeinsame Zusammenleben neu definiert und ausrichtet wird. Daher ist es vor allem für die Soziologie von Interesse dieses immer weiter wachsende soziale Phänomen besser zu erfassen, um Prozesse und Entwicklungen auf individueller und struktureller Ebene zu erkennen und so Veränderungen und Anregungen auf gesellschaftlicher Ebene anzustoßen.
22.No­vem­ber 2022
Einlass: 18:15
18:30
-
20:30
Doktorandin der Soziologie
Verena
Wenzler
Veranstaltungsort:
CAP2 'Audimax' | Hörsaal B - CAU Kiel
Christian-Albrechts-Platz 2
24108 Kiel
„Pet-Fluencer*­innen“ & Grund­lagen Human Animal Studies
Sobald man auf Social Media unter­wegs ist, führt ei­gent­lich kein Weg um Sie herum: Pet­flu­en­cer. Doch was sind ei­gent­lich Pet­flu­en­cer? Viele von uns kennen Sie vor allem als die be­kann­ter­en Medien­tiere Grumpy Cat, Mr. Pokey, Juniper Fox oder Maya Polar­bear. Die Reich­weiten dieser Kanäle sind mit­unter riesig und über­steigen zum Teil mehrere Millionen Follower. Während einige dieser Tiere dabei kom­mer­ziell vermarktet werden, versuchen andere Profile den Fokus stärker auf Themen wie Tier­schutz, Tier­rechte und Tier­ethik zu werden. Dieser Vor­trag gibt einen kurzen Überblick über das Feld der Pet­flu­en­cer, ihre Wirkungs­weisen, Chancen für den Tier­schutz und gängige Kri­tik an dieser me­di­alen Dar­stel­lung von Tieren.
29. No­vem­ber 2022
Einlass: 18:15
18:30
-
20:30
Dr.
Tobias
Schnell
Veranstaltungsort:
CAP2 'Audimax' | Hörsaal A - CAU Kiel
Christian-Albrechts-Platz 2
24108 Kiel